Frankfurt am Main (pressrelations) -
Tarifrunde Bau
IG BAU streikt weiter – für 3,5% mehr Lohn und Flächentarifvertrag
29.06.2007 – PM 64/2007
Frankfurt am Main – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zieht eine positive Bilanz nach der zweiten Streikwoche am Baugewerbe. „Die Motivation der Streikenden ist gut. Das habe ich auch auf der Kundgebung gestern in Hannover gemerkt. Bei den Arbeitgebern liegen die Nerven blank“, sagt IG BAU-Vorsitzender Klaus Wiesehügel. Immer mehr Arbeitgeber würden handgreiflich oder verwehrten den Zugang zu den Baustellen mithilfe privater Schlägertrupps.
Die Baugewerbeverbände aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein hatten die für das gesamte Bundesgebiet erzielte Tarifeinigung vom 19. Mai 2007 abgelehnt. Alle anderen Baugewerbeverbände und die Bauindustrie haben dem Abschluss zugestimmt. Danach bekämen die Beschäftigten am Bau ab 1. Juni 3,5 Prozent mehr Geld.
Die Blockade des Baugewerbes in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bringt darüber hinaus die zusätzliche Altersversorgung der Bauarbeiter, die Urlaubsregelung und letztendlich auch den Mindestlohn in Gefahr, da diese Regelungen einen bundesweit einheitlichen Tarifvertrag voraussetzen.
„Für uns geht es um’s Ganze: verbindliche Arbeitsbedingungen am Bau bundesweit – deshalb streiken wir weiter“, betont Klaus Wiesehügel.
Am 12. Streiktag haben sich über 1800 Beschäftigte auf 270 Baustellen am Arbeitskampf beteiligt. Ziel ist die Unterschrift des Bauhandwerks in Niedersachsen und Schleswig-Holstein unter dem Schlichtungsergebnis.
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Sigrun Heil
Pressesprecherin IG Bauen-Agrar-Umwelt
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