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Reiselust statt Reisefrust

Mit Kindern gefahrlos und gesund urlauben

Köln, 17. Juli 2006.- Krankheiten machen keine Ferien – wer seinen Urlaub ungestört genießen will, darf mögliche Infektionsgefahren auf Reisen nicht unterschätzen. Bei Kindern können Infektionskrankheiten komplizierter verlaufen als bei Erwachsenen, weil das kindliche Immunsystem sich noch nicht so gut zur Wehr setzen kann. 'Mit Kindern im Vorschulalter sollte man deshalb lieber nicht in Gebiete mit extremem Klima reisen. Gefährlich sind auch Regionen mit hohem Malariarisiko', warnt Dr. med. Martina Waitz, Ärztin und Chefredakteurin des unabhängigen Gesundheitsportals Onmeda.Infektionskrankheiten in die Wüste schicken

Ob zu Hause oder im Urlaub, Impfungen bieten den sichersten Schutz vor einer Vielzahl an Erkrankungen, die durch Bakterien oder Viren verursacht werden. 'Die Standardimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung sowie Masern, Mumps und Röteln sind grundsätzlich, vor allem aber für Reisen ins Ausland ein Muss – für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Um sicher zu gehen, können Reisewillige zusammen mit dem Hausarzt rechtzeitig den Impfstatus überprüfen', rät Dr. med. Waitz. Je nach Reiseziel empfiehlt sich eine Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die durch Zecken übertragen wird und Hirnhaut- und Gehirnentzündungen verursacht. In Deutschland ist das FSME-Virus besonders im Süden verbreitet, außerdem in Österreich und osteuropäischen Ländern. Gegebenenfalls kann gegen Hepatitis A und B geimpft werden, die Infektionsgefahr ist in Südosteuropa, hauptsächlich aber in tropischen Ländern, erhöht. Wer Fernreisen mit Kindern machen möchte, sollte langfristig – mindestens 6 Monate vorher – planen, um alle Vorsorgemaßnahmen abdecken zu können. Wichtig ist, sich gründlich über die vorherrschenden Gesundheitsrisiken im Reiseland wie etwa Gelbfieber, Malaria oder Cholera zu informieren.Mit der Reiseapotheke vor Ort gut gewappnet

Unbedingt mit ins Gepäck muss die Reiseapotheke, die idealerweise sowohl auf den Urlaubsort als auch individuell auf die Reisenden abgestimmt ist. Was nicht fehlen darf: Desinfektions- und Schmerzmittel, außerdem Medikamente gegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall – der Hausarzt oder Apotheker weiß, welche Arzneien sich für wen und für welches Land am besten eignen. Außerdem gehören ausreichend Verbandsmaterial, ein unzerbrechliches Fieberthermometer sowie Insektenabwehrstoffe mit dazu. Da letztere Hautirritationen hervorrufen können, schützt man Kinder durch leichte helle, langärmlige Kleidung (Socken nicht vergessen!) und mit Moskitonetzen vor Mückenstichen. Für die empfindliche Kinderhaut besonders wichtig ist der Sonnenschutz: Sehr gut eignen sich Sonnencremes, die einen physikalischen Lichtschutzfilter haben – zu erkennen an den Inhaltsstoffen Titandioxid oder Zinkoxid. Aber auch Erwachsene sollten grundsätzlich einen sehr hohen Lichtschutzfaktor wählen und den Kopfschutz für sich und die Kinder nicht vergessen.Rundum informiert in den Urlaub

Wer eine Reise plant, findet auf www.onmeda.de umfangreiche Ratschläge im Sommer-Special 'Schutz auf Reisen'. Das Gesundheitsportal gibt einen umfassenden Überblick über Standardimpfungen sowie länderspezifische Schutzimpfungen, die Zusammenstellung der Reiseapotheke und gibt Tipps, wie man sich vor Reiseübelkeit und Reisethrombose schützen kann. Sonnenhungrige können mithilfe des Sonnenschutz-Tests feststellen, wie viel Sonne ihre Haut verträgt und wie hoch der Lichtschutzfaktor sein sollte. Die Rubrik 'Reisemedizin' klärt detailliert über verschiedene Gesundheitsrisiken in Reiseländern auf.
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