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La Palma ist die nordwestlichste Insel der Kanaren, die früher "Glückliche Inseln" genannt wurden. Sie hat eine Fläche von 729 km² und ist 42 Kilometer lang und 28 Kilometer breit. Auf ihr leben 85.252 Einwohner (1. Januar 2005) und durchschnittlich 3.000 - 10.000 Touristen (s. unten). Sie gehört zu der spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife. Hauptstadt ist Santa Cruz de La Palma auf der Ostseite der Insel mit 18.000 Einwohnern. Auf der Westseite befindet sich die inzwischen größte Gemeinde der Insel Los Llanos de Aridane mit ca. 22.000 Bewohnern.

La Palma liegt etwa 60 Kilometer westlich der kanarischen Hauptinsel Teneriffa auf 28°40' nördlicher Breite und 17°52' westlicher Länge. Durch den Westen des Eilands verläuft der frühere Nullmeridian von Ferro, der eigentlich durch 20° westliche Länge von Paris definiert war. Den Namen gab ihm die 60 Kilometer südlich gelegene kleine Insel El Hierro, die bis zur Entdeckung Amerikas den westlichsten Punkt der Europa bekannten Welt darstellte.

Im Jahr 1890 gab es auf La Palma bereits mehrere Hotels. Vor allem die erholungsuchenden Engländer frequentierten Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts gern die westlichste Kanareninsel. Doch einige Jahrzehnte später ging es mit dem Tourismus auf La Palma bergab, in den 1960er Jahren kam er fast ganz zum Erliegen. In den 1970er Jahren und Anfang der 1980er Jahre profitierte La Palma ein wenig vom Massen- und Chartertourismus auf den beiden Kanarenhauptinseln Teneriffa und Gran Canaria. Erst Ende der 1980er Jahre waren nach der Erweiterung des palmerischen Flughafen für den internationalen Charterverkehr im Tourismusbereich kräftige Zuwachsraten zu verzeichnen.

Bei einem Angebot von etwa 7.500 Betten kann man auf La Palma noch nicht von Massentourismus sprechen. Es gibt nur wenige größere Hotels, vorwiegend werden Ferienwohnungen in kleineren Häuschen vermietet, die im Besitz von Ausländern sind. Die meisten Touristen – zu 80 % Deutsche – zieht es in die Gegend von Puerto Naos und nach Los Cancajos. Deutsche Dauerurlauber oder Aussteiger haben sich vorzugsweise etwas landeinwärts auf der sonnigen Westseite der Insel in Los Llanos de Aridane und in El Paso niedergelassen.

Ob La Palma weiterhin das Ziel einer überschaubaren Anzahl von Individualtouristen bleiben wird, oder ob es sich das Beispiel von Teneriffa oder Gran Canaria zu Eigen macht, ist vorläufig nicht abzusehen. Inselverwaltung, einzelne Bürgermeister und Umweltschutzorganisationen hegen sehr unterschiedliche Ansichten darüber, wie viele Touristenbetten die Insel verkraften könnte. Die Zahlen gingen einmal bis zu 80.000 Gästebetten. Mittlerweile wird eine maximale Bettenkapazität von 20.000 angepeilt. Seit Mitte der 1990er Jahre kommen Jahr für Jahr etwas mehr als 140.000 Touristen (davon mehr als 100.000 Deutsche) nach La Palma, doch immer noch ist die exportorientierte Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle der Palmeros, der Tourismus bildet nur einen weiteren Devisenbringer – und so soll es nach Meinung der meisten Inselbewohner bleiben. Die Strände von Puerto Naos und Los Cancajos tragen die blaue Flagge der EU, und erfüllen somit einen gehobenen Qualitätsstandard. Heute wird dem Besucher ein touristisches Programm vom Wandern bis Tauchen und Mountainbiking geboten.

Seit einigen Jahren setzt La Palma auf den „turismo rural“ („ländlichen Tourismus“): Alte kanarische Bauernhäuser im Hinterland werden renoviert, dabei im inseltypischen Stil belassen und Touristen als Unterkunft angeboten. Dieses Projekt, das mit EU-Geldern gefördert wird, hat den Vorteil, dass nicht neu gebaut werden muss, sondern dass man auf schon vorhandene Häuser zurückgreifen kann.




Dieser Artikel basiert auf dem Artikel La_Palma aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 

 
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